Alumna Franziska Weiß erhält den Wissenschaftspreis der Stiftung Leben pur 2021

04.05.2021
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Mit Franziska Weiß geht der Wissenschaftspreis der Stiftung Leben pur in diesem Jahr an eine Absolventin der OTH Regensburg. Bei einer Online-Tagung präsentierte sie ihre prämierte Abschlussarbeit den Teilnehmer*innen.

Franziska Weiß, Absolventin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der OTH Regensburg, wurde für ihre Masterarbeit mit dem Wissenschaftspreis der Stiftung Leben pur gewürdigt.

Franziska Weiß, Absolventin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der OTH Regensburg, wurde für ihre Masterarbeit mit dem Wissenschaftspreis der Stiftung Leben pur gewürdigt.

Laudator Prof. Dr. Klaus Miesenberger von der Johannes Kepler Universität Linz gratuliert Franziska Weiß zur Auszeichnung.

Laudator Prof. Dr. Klaus Miesenberger von der Johannes Kepler Universität Linz gratuliert Franziska Weiß zur Auszeichnung. Screenshots: Franziska Weiß

Die Absolventin des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit und des Masterstudiengangs Soziale Arbeit – Inklusion und Exklusion der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Franziska Weiß, wurde für ihre Masterarbeit mit dem Titel "Citius – Altius – Fortius. Eine qualitative Studie zu den Barrieren der Teilhabe an der (digitalen) Gesellschaft für Menschen mit einer geistigen Behinderung" am 23. April 2021 mit dem 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Stiftung Leben pur ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Online-Tagung "Digitalisierung und Menschen mit Komplexer Behinderung" statt. Zugleich konnte sie ihre Masterarbeit als eingesprochenes Video den Tagungsteilnehmer*innen vorstellen.

Anfang 2020 hat Weiß ihr Masterstudium an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) abgeschlossen. Seither ist sie als Geschäftsführerin und Wohnstättenleitung der Jura-Wohnstätten e.V. tätig. In ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit hat sie Interviews mit Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen verschiedener Einrichtungen geführt, welche Barrieren der Teilhabe an der Digitalisierung und damit auch an einer digitalen Gesellschaft für Menschen mit geistigen Behinderungen bestehen. Aufgrund einer pädagogisch begründeten, oft großen Skepsis von Betreuer*innen davor, was „im Internet“ passieren könnte, werden die Teilhabemöglichkeiten, die das Medium Internet und die Geräte bieten, überschattet. Weiß verfolgt mit ihrem Konzept einen offensiven Ansatz und setzt sich auch für die Umsetzung ein. „Wenn bei überschaubarem Risiko einmal eine unbeabsichtigte Bestellung getätigt wird, dann muss sie bezahlt werden. Das gehört zum Lernprozess, bei Menschen mit wie bei Menschen ohne geistige Behinderung,“ so die Wohnstättenleiterin.

Eine Zusammenfassung des Beitrags von Weiß wird im Sommer 2021 in der Buchreihe Leben pur mit dem gleichnamigen Titel der Tagung "Digitalisierung und Menschen mit Komplexer Behinderung" erscheinen. Die Laudatio auf den Wissenschaftspreis hielt Prof. Dr. Klaus Miesenberger von der Johannes Kepler Universität Linz. Als besonderes Verdienst stellte er die innovativen Erkenntnisse sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis und den partizipativen Forschungsansatz heraus.

Die Studiengangleitung des Masterstudiengangs Soziale Arbeit – Inklusion und Exklusion, Prof. Dr. Sonja Haug, freut sich über die Auszeichnung mit einem so hoch dotierten Preis. „Dies spricht auch dafür, dass die wissenschaftliche Qualität des Studiengangs sehr solide ist und die Studierenden gleichzeitig auf die Praxis vorbereitet werden“. Betreut wurde die Masterarbeit von Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, die auch die Bewerbung um den Preis initiiert hat.

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